Berufsorientierung und Lebensplanung an der Mosaikschule Gütersloh

 

Der Prozess der Berufsfindung und Berufswahl ist für alle Heranwachsenden ein wichtiger Lebensabschnitt, der mit besonderen Herausforderungen, Schwierigkeiten und Problemen, Unsicherheiten und Irritationen einhergeht.

Wir möchten diesen Prozess mit den Jugendlichen gestalten und gemeinsam den Weg der Berufsvorbereitung und Berufswahlentscheidung gehen. Dafür schaffen und setzen wir Rahmenbedingungen, bieten Lernanlässe und eine Vielzahl praxisorientierter Angebote und Maßnahmen, die fest im Schulprogramm verankert sind und gelebt werden.

Mit unseren Bausteinen zur Berufsorientierung und Lebensplanung möchten wir im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler grundlegende Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt schaffen.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler bei der Planung ihres beruflichen Lebensweges zu begleiten, ihnen Berufsmöglichkeiten aufzuzeigen und sie individuell zu beraten.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer engen und vertrauensvollen Kooperation und Zusammenarbeit mit allen am Prozess Beteiligten (Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte, Reha-Berater der Agentur für Arbeit, Mitarbeiter*innen der Bildungsträger, Betriebe, Schulsozialarbeiter, Fachkraft ÜSB und weitere Netzwerkpartner).

 

Seit 2000 ist die heutige Mosaikschule mit dem Siegel der Peter Gläsel Stiftung zur Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule ausgezeichnet worden. Die letzte Rezertifizierung erfolgte am 11.03.2014 mit einer Laufzeit von 5 Jahren.

 

Strukturelle Bedingungsfaktoren und Voraussetzungen

 

Die Oberstufe

 

Angelehnt an das Landesvorhaben „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“ werden die im Berufswahlkonzept verankerten Angebote ab der Jahrgangsstufe 8 verbindlich durchgeführt.

 

Die in der Oberstufe tätigen Lehrkräfte arbeiten zum Teil seit vielen Jahren im Schwerpunkt Berufsvorbereitung und Lebensplanung. Sie verfügen über große Fach- und Sachkompetenz, einen großen Erfahrungsschatz und sind in der regionalen und überregionalen Kooperation und Netzwerkarbeit fest eingebunden. Darüber hinaus besteht ein guter Kontakt zu ortsansässigen Betrieben, die wichtige Partner im Berufswahlprozess sind.

 

Schul- und Konzeptentwicklung, die Umsetzung von „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“, der Aufbau tragfähiger Arbeits- und Organisationsstrukturen sind Schwerpunkte der Oberstufenkonferenzen. Der Erfahrungs- und Wissenstransfer wird durch eine enge Zusammenarbeit des Oberstufenteams und regelmäßigen Teamkonferenzen gewährleistet.

 

Die Oberstufenkonferenz tagt 14- tägig mit verbindlicher Geschäftsordnung. Mitglieder der Konferenz sind alle Lehrer*innen der Jahrgangsstufen 8 – 10 sowie die pädagogische Fachkraft im Übergang Schule/Beruf. In der Oberstufenkonferenz wird auch die Jahresplanung erstellt.

In regelmäßigen Abständen nimmt auch die Schulsozialarbeiterin an den Oberstufenkonferenzen teil.

 

Die Geschäftsordnung sieht folgende Tagesordnungspunkte vor:

  • Focus: Information und Erfahrungsaustausch
  • Organisatorisches
  • Konzeptionelle Weiterentwicklung
  • Schwerpunktthemen
  • Bearbeitung von Aufträgen aus der Gesamtkonferenz

 

Der gewählte Sprecher der Oberstufe ist festes Mitglied in der gesamtschulischen Steuergruppe, so dass der Informationsfluss gewährleistet ist.

 

 

 

Die Pädagogische Mitarbeiterin im Übergang Schule /Beruf

 

Seit dem Schuljahr 2009/2010 ist im Schwerpunkt Berufsorientierung und Lebensplanung eine Pädagogische Mitarbeiterin tätig, die direkt in Organisations- und Entwicklungs-prozessen beteiligt ist und eng mit den Lehrkräften kooperiert.

 

Kontakt:

Susanne Austermann, Im Reke 4

33332 Gütersloh, Tel.: 05241 - 50527281

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Fachkraft/Qualifikation:

Diplom-Pädagogin, seit 05/2000 Mitarbeiterin an einer Förderschule im Kreis Gütersloh; seit   08/2009 Mosaikschule Gütersloh

 

Berufsbegleitende Weiterbildung zur Case Managerin im Schwerpunkt Arbeitsweltbezogene Schulsozialarbeit 03/2005 – 06/2006; Prof. Dr. Heinz Neuser, Bernhard Hüttenhölscher, Fachhochschule Bielefeld

 

StuBo- Qualifizierung, 05/2008 – 10/2008, Dyrda & Partner

 

Stundenumfang:

13.75 Wochenstunden

 

Anstellungsträger:

 

Land NRW seit 31.07.2007

 

Für die Arbeit steht der Mitarbeiterin ein eigenes Büro („Berufsorientierungsbüro“) zur Verfügung. Es dient als zentraler Anlauf- und Beratungsraum für Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und externen Partnern. Darüber hinaus verfügt dieser Raum über einen PC mit Internetzugang, Telefon und eine Auswahl an Materialien und Arbeitsordnern für die Angebote im Bereich der Berufsorientierung und Lebensplanung.

 

Die Pädagogische Fachkraft bildet mit einem erfahrenen Kollegen der Oberstufe das StuBo – Team (Koordinatoren für Berufs- und Studienorientierung) mit einer wöchentlichen Besprechungszeit von 60 Minuten. Die StuBo`s informieren die Mitglieder der Oberstufenkonferenz.

 

Zielgruppe des Arbeitsbereiches Schulsozialarbeit im Übergang von der Schule in den Beruf sind die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8 – 10. Die Begleitung und Unterstützung erfolgt nach Bedarf während des gesamten Prozesses der schulischen Berufsorientierung, der Phase des Überganges und im Rahmen der Nachbetreuung.

 

 

 

Aufgabenprofil im Bereich ÜSB / Beratung und Individuelle Hilfen

 

Koordinative Aufgaben

  • Planung, Organisation und Koordination von Angeboten im Bereich ÜSB angelehnt an „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“
  • Organisation, Begleitung und Durchführung von Projekten und Angeboten
  • Kooperation mit externen Partnern und Akteuren im Themenfeld Übergang Schule/Beruf (Agentur für Arbeit, Berufskollegs, Bildungsträger, Betriebe etc.)
  • Kooperation mit der Agentur für Arbeit (Elterninformationsabend, Klasseninformations-gespräche, Erstgespräche, Eröffnung der Ergebnisse des berufspsychologischen Service der Agentur für Arbeit, Eingliederungsgespräche, Übergangsbegleitung und Nachbetreuung)
  • Mitarbeit an der Entwicklung, Fortschreibung und Optimierung des Berufswahl-konzeptes
  • Teilnahme an kommunalen und regionalen Arbeitskreisen

 

 

Unterrichtliche Angebote in Kooperation mit den Lehrkräften

  • Kooperation und Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Oberstufe
  • Einführung Berufswahlpass als Instrument der Berufsvorbereitung
  • Planung und Durchführung von Unterrichtseinheiten

 

 

Beratung und Einzelfallhilfen

  • Einzelberatungsgespräche
  • Erarbeitung und Entwicklung einer realistischen Berufsperspektive, Festlegung der nächsten Schritte
  • Förderung und Stärkung personaler, sozialer und arbeitsrelevanter Kompetenzen
  • Praktikumsaquise
  • Individuelle Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen
  • Einübung von und Begleitung zu Vorstellungsgesprächen
  • Unterstützung bei der Praktikumssuche und der Auswahl des Berufsbereiches
  • Praktikumsbesuche, Reflexions- / Auswertungsgespräche
  • Hilfen bei Problemen am Arbeitsplatz
  • Elterngespräche
  • Übergangsbegleitung und Nachbetreuung
  • Hilfen bei Problemen und Krisen im Privatbereich in Kooperation mit Schulsozialarbeit (unterstützende Jugendhilfemaßnahmen, Vermittlung zu Beratungsstellen etc.)

 

 

 

Berufseinstiegsbegleitung

 

Die Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) ist ein Bildungsangebot der Bundesagentur für Arbeit zur „Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen“. Das Programm hat die individuelle Unterstützung der Schüler*innen in ihrem Prozess der Berufsorientierung und den erfolgreichen Übergang von der Schule in die Ausbildung oder Arbeitswelt zum Ziel.

 

Die Berufseinstiegsbegleitung wird an unserer Schule seit Oktober 2016 in Trägerschaft des Bildungsträgers ash gGmbH, Gütersloh durchgeführt. Die Berufseinstiegsbegleiter*innen nehmen ihre Arbeit mit den teilnehmenden Schülern im 2. Schulhalbjahr der Klasse 9 auf und setzen diese bis zu 18 Monate nach der Schulentlassung fort.

Individuelle Unterstützungsangebote, die Förderung der Kompetenzen des Schülers mit dem Ziel, die beruflichen Integrationschancen zu erhöhen, die konkrete Unterstützung der nächsten erforderlichen Schritte zur Zielerreichung, aber auch die enge Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und der Agentur für Arbeit sind dabei von zentrale Bedeutung.

 

 

 

Kooperation mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit

 

Die Angebote der Berufsorientierung werden in enger Kooperation mit der Reha-Beratung der Bundesagentur für Arbeit gestaltet, da die Möglichkeiten des selbstständigen Eintritts in den ersten Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt für Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf eingeschränkt sind. Demzufolge müssen die schulischen und nachschulischen Unterstützungsmaßnahmen gemeinsam mit dem Reha-Berater der BA zur Eingliederung der Schüler*innen in den allgemeinen Arbeitsmarkt entwickelt und vereinbart werden.

 

Die Kooperationsvereinbarung mit der Agentur für Arbeit sieht für die Jahrgangsstufen folgende Einzelmaßnahmen vor:

 

  • Elterninformationsabend zum Thema Übergang Schule/Beruf -– „Schule – Was dann?“
    Eingeladen sind alle Schüler*innen und Eltern der Jahrgangsstufen 8 – 10. Themen sind: die Bedeutung der Schulabschlüsse, das psychologische Testverfahren (PSU) des Berufspsychologischen Service der Agentur für Arbeit, die Darstellung nachschulischer Förder- und Unterstützungsangebote, die Bedeutung des REHA-Status, die aktuelle Arbeits- und Ausbildungssituation allgemein und für Förderschüler sowie spezielle Fragen Einzelner.
    Termin: jeweils im Herbst des laufendem Schuljahres.

 

  • Vorstellung in den Klassen/Erstgespräche

    In der Jahrgangsstufe 9 (2. Schulhalbjahr) stellt sich unser Reha-Berater in den Klassen vor und gibt einen Überblick über nachschulische Möglichkeiten und spezielle Förderangebote der BA. Thematisiert wird darüber hinaus der psychologische Eignungstest (PSU) des Berufspsychologischen Service, um Vorbehalte der Jugendlichen abzubauen. Direkt im Anschluss findet im Rahmen des Erstgespräches die erste persönliche Kontaktaufnahme mit dem einzelnen Schüler statt. Neben dem persönlichen Kennenlernen und der Datenerhebung erfolgt dann auch die Einladung zur Teilnahme an der PSU.

 

  • Eröffnungsgespräche PSU

    Im ersten Halbjahr der Klasse 10 durchlaufen die Schüler*innen das Testverfahren. Sie fahren in Begleitung ihres Klassenlehrers zum Berufspsychologischen Service der BA nach Bielefeld. In den terminlich zeitnah folgenden Eröffnungsgesprächen erhalten die Schüler*innen die Ergebnisse ihrer Testung. Dies erfolgt unter Beteiligung der Eltern, der Klassenlehrer*in, der Fachkraft ÜSB und ggf. der Berufseinstiegsbegleitung. Zeitgleich eingebunden erfolgen Förderplangespräche, so dass erste konkretere Vorstellungen zur nachschulischen Perspektive erarbeitet werden können.

 

  • Eingliederungsgespräche

    Im 2. Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 10 finden die Eingliederungsgespräche in der Schule mit Schüle*innen, Eltern, Reha-Berater, Klassenlehrer*in, Fachkraft ÜSB und ggf. der Berufseinstiegsbegleitung statt. In der „großen Runde“ wird der erreichte schulische Leistungsstand mit den Ergebnissen der PSU und den beruflichen Vorstellungen der Schüler*innen erneut abgeglichen und gemeinsam eine realistische nachschulische Perspektive erarbeitet und festgelegt.

 

  • Beratungsgespräche mit Lehren und Schülern

    Es besteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem zuständigen Reha-Berater der BA. Er ist jederzeit per E-Mail oder Telefon für alle Fragen rund um das Thema ÜSB erreichbar. In regelmäßigen Abständen nimmt er an unserem kreisweiten Arbeitskreis „Berufliche Integration“ teil.

 

 

 

Bausteine unserer Berufsorientierung

Praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Berufsfeldern mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen, intensiver Betreuung und Anleitung bis hin zum wöchentlichen Werkstatttag beim Bildungsträger sowie Betriebs- und Langzeitpraktika mit wöchentlichem Werkstatttag auf dem ersten Arbeitsmarkt zu sammeln, sind für unsere Schüler*innen von großer Bedeutung. Dieser gesteuerte Zugang zur Berufs- und Arbeitswelt knüpft an den Bedürfnissen und Stärken unserer Schüler*innen an und berücksichtigt ihre individuellen Förderbedarfe und Lernvoraussetzungen.

 

>>> siehe Flyer Schwerpunkte unserer Berufsvorbereitung

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.